Das neue Course-Rating ist da!

Unser Platz wurde durch den Deutschen Golf Verband vor einigen Wochen turnusmäßig neu geratet. Nun sind die Ergebnisse des Course-Rating bei uns eingetroffen und bereits in die Software integriert. Hier finden Sie die neuen Spielvorgabetabellen.

Für alle, die sich fragen, was es noch mal mit diesen Abkürzungen CR und Slope so auf sich hat, hier eine kurze Erklärung zur Auffrischung:

CR-Wert (Course Rating Wert)
Der CR-Wert drückt auf die Dezimalstelle genau aus, wie viele Schläge ein Golfer mit einem Spielpotential von HCP 0 (auch Scratch-Golfer genannt) in Durchschnitt auf der gespielten Anlage benötigt. Sein tatsächliches Spielergebnis wird dann mit diesem Wert verglichen. Spielt ein Scratch-Golfer also bspw. 71 Schläge auf einem Platz mit CR-Wert 71,8, so ist seine Runde als überdurchschnittlich zu werten. Spielt er hingegen bspw. 76 Schläge, so ist seine Runde, statistisch gesehen, als unterdurchschnittlich zu bewerten. as Course Rating System betrachtet nun aber neben dem Scratch-Golfer auch noch den Typus Golfer, der umgangssprachlich als Bogey-Golfer bezeichnet wird (Spieler mit einem Spielpotential von um die 20 – 24). Dies unterscheidet im Übrigen das Course Rating System von anderen Bewertungssystemen, die allein den Scratch-Golfer im Fokus haben (Bsp: CONGU). Auch für diese Bogey-Golfer wird eine statistische Schlagzahl ermittelt, der Bogey-Rating-Wert (BR-Wert).

BR-Wert (Bogey Rating Wert):
Genauso wie für den Scratch-Golfer wird beim Course Rating System auch die Schwierigkeit des Platzes für den Bogey-Golfer auf ein zehntel genau in Schlägen ausgedrückt. Da dieser Spieler vom Spielpotential her natürlich mehr Schläge benötigt, ist zu erwarten, dass die Kennziffer hierfür, das Bogey-Rating (BR-Wert), entsprechend höher ausfällt als der CR-Wert. So könnte ein BR-Wert bspw. 94,7 sein.
Das bedeutet nun wiederum, dass ein Golfer, der ein Spielpotential (HCP) um 20 hat und nur 93 Schläge benötigt, überdurchschnittlich gespielt hat, ein Bogey-Golfer, der bspw. 100 Schläge benötigt, entsprechend schlechter gespielt hat.

Nur diese beiden Zahlenwerte werden bei einer Course Rating Bewertung ermittelt. Das geschieht, indem geschulte „Rater“ die Anlage nach einer festgelegten Systematik bewerten. Sie spielen hierfür den Platz nicht, sondern bewerten allein die messbaren Fakten der Anlage nach einem speziellen Schlüssel-Kodex. Alle Schlüsselwerte ergeben dann Punkte, die entsprechend in die oben beschrieben Zahlenwerte konvertiert werden.

Slope-System
Das Slope-System unterstellt eine lineare Abhängigkeit der beiden bewerteten Spieler. Die Annahme der linearen Abhängigkeit lässt zu, die zu erwartenden durchschnittlich gespielten Schläge auch für alle anderen Spieler mit unterschiedlichem Spielpotential abzuleiten. Wenn der CR-Wert bspw. 70,2 und der BR-Wert bspw. 90,2 ist, so wird daraus abgeleitet, dass ein Spieler mit HCP 10 etwa 80,2 Schläge und ein Spieler mit HCP 30 etwa 100,2 im Durchschnitt benötigen würde. Verbindet man also diese beiden ermittelten Werte (CR-Wert und BR-Wert), so erhält man eine gerade Linie, die entsprechend der Differenz dieser beiden Werte eine geringere oder größere Steigung hat (Steigung = engl. Slope). Daher hat der Slope-Wert seinen Namen.
Je steiler die Linie verläuft, desto weiter liegen beide Kennzahlen auseinander und umso höher ist der Slope-Wert. Je flacher die Linie verläuft, umso dichter sind beide Werte beisammen und der Slope-Wert niedriger. In nebenstehender Grafik wäre der Slope des schwereren Platzes (Blau) 129, der Slope des durchschnittlichen Platzes (Rot) 113 und der Slope Wert des leichteren Platzes 92.

Der Slope-Wert errechnet sich, indem das Course-Rating vom Bogey-Rating abgezogen wird und dieses Ergebnis mit einer Konstanten multipliziert wird.
Unter zu Hilfenahme des Slope-Wertes kann nun für jeden Spieler die Zielgröße ermittelt werden, die seiner durchschnittlich zu erwartenden Schlagzahl entspricht. Dies ist im realen Golferleben die Spielvorgabe.
Sein Wettspielergebnis wird nun immer an dieser Zielgröße gemessen. Spielt der Golfer überdurchschnittlich, so wird er sich in seiner Vorgabe entsprechend des Vorgabensystems verbessern, spielt er knapp oberhalb seiner Zielgröße (Pufferzone), so wird seine Vorgabe nicht verändert, spielt er jedoch weit oberhalb dieser Zielgröße, so wird sich seine Vorgabe verschlechtern.

Falls Sie es noch genauer wissen wollen: Hier wird alles ganz genau erkärt.

Quelle: Deutscher Golf Verband, www.golf.de
Course Rating GC Verden
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2018-07-10T17:05:39+00:00